Stadtrallye St. Lamberti

Die Suche nach dem Hermanus-Kelch

Kapitel 9

Sein Weg führte Hermann zunächst zum Rathausbrunnen. Hier hatten sich einige Waschweiber versammelt, um Wäsche zu waschen. „Seid gegrüßt, ihr fleißigen Waschweiber! Könnt ihr mir sagen, wo ich den verbotenen Weg finde?“ „Was willst du denn dort?“, fragten die Weiber zurück. „Ich will den Drachen besiegen und das Mädchen Herzeloy befreien.“, antwortete Hermann. Die Waschweiber erschraken sehr bei der Erwähnung des Drachens und begannen aufgeregt durcheinander zu schnattern. Immer wieder schnappte Hermann das ein oder andere Stück der Geschichten und Sagen rund um den Drachen auf. Er hörte etwas von fehlgeschlagenen Versuchen, den Drachen zu töten, entführten Mädchen, drei Tränen eines Einhorns, sieben Haaren aus dem Fell eines Fuchses, zwei Blättern einer Rotbuche und einer Kelle Wasser aus dem magischen Brunnen. Außerdem wiesen die Frauen immer wieder in Richtung des öffentlichen Bades, wenn sie vom Drachen sprachen. „Nur Mut!“, dachte Hermann sich, „Ich werde den Weg schon finden!“, und machte sich auf. Er ging zwischen dem alten und neuen Teil des Rathauses die Treppen herunter, wendete sich rechts in Richtung Bad und musste alsbald wieder einige Stufen erklimmen. Und dann sah er sie – eine tiefschwarze Säule mit seltsam anmutenden Zeichen, die an allen vier Seiten der Säule zu erkennen waren.

Hermann strich gedankenverloren über das Zeichen vom Heiligen Lambertus, das in der Säule eingelassen war. Plötzlich hörte er ein dumpfes Grollen.

Entscheidet euch:
Bewegt sich die Säule zur Seite und gibt den Blick auf einen dunklen Höhleneingang frei? Dann lest bei Kapitel 3 weiter. Erscheint der Drache plötzlich vor Hermann? Dann lest bei Kapitel 11 weiter.

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